Weiterer Brand beim Kietz für Kids

Und wieder brannte es in einem Projekt der Kinder- und Jugendarbeit

Es ist traurige Gewissheit – in der Kietzoase, dort wo der Halloween – Umzug in diesem Jahr seinen glanzvollen Höhe- und Endpunkt fand, hat es am Dienstag, 15.11.16,  gebrannt.

Es ist jenes Kinderprojekt, dass seit über 20 Jahren für die vielen Kinder des heutigen Ostseeviertels seine Tore weit geöffnet hatte. Wir bekennen uns zum multikulturellen Kinderklub und sind stolz darauf, dass alle Kinder hier das Zusammenleben und das Miteinander erlernen.

Inzwischen hat sich von unseren Nutzern jemand bekannt beim Anbrennen des Baumhauses dabei gewesen zu sein.

Wie leichtfertig kann man denn sein? Die Gefahr, die von brennendem Feuer ausgeht wird offenbar komplett unterschätzt. Auch die Kinder, welche vor zwei Jahren den Brand im Pferdestall des Fort Robinson verursacht hatten – wollten den bestimmt nicht anzünden.

Muss denn erst ein Brand entstehen bevor man merkt was man damit anrichten kann?

Wir bitten alle Eltern und Erzieher mehr darauf zu achten womit sich ihre Kinder auf den Straßen beschäftigen. Es ist, wie man sieht, nicht immer sinnvoll und witzig jede Veröffentlichung des Internets nachstellen zu wollen. Feuerzeuge und Streichhölzer oder gar brennbare Flüssigkeiten gehören nicht in Kinderhände! Sie können die Gefahren, die davon ausgehen nicht überblicken. Mit Eiswürfeln mag das noch gehen – aber bei Feuer hört es auf.

Es gibt genug Gelegenheit und Möglichkeiten ein Feuer zu entzünden – aber bitte dort wo keine Schaden entstehen kann.

Das, was Schule nicht vermitteln kann, erlernen die Kinder hier Tag täglich. Ja – auch das entzünden eines Lagerfeuers kann man bei uns lernen – ohne das die Gardinen zu Hause Feuer fangen. Das haben wir auf dem ASP schon vor Jahrzehnten den Eltern gesagt.

Wie schnell kann man mit solchen Aktionen wie am 15.11.16 zum Brandstifter werden und dafür muss man dann auch gerade stehen.

Auch wenn das Legen des Brandes keine Absicht war – das Baumhaus ist weg und mit ihm die Phantasie von Tom und Huckelberry, vom Freizeitdorf Einsiedel und Peter Pan.

Wir werden jedoch nicht müde werden allen Kindern, die den Weg zu uns finden eine phantasievolle Freizeit zu bieten – das ist es, was Kinder beflügelt ihren Weg zu finden in dieser Welt. Viel Kinder haben sich schon an die Mitarbeiter des Projektes gewandt und ihre Hilfe beim Neuaufbau des Baumhauses angekündigt.

Alle die mit den Mitarbeitern des Abenteuerspielplatzes „Fort Robinson“ und der Kietzoase verbunden sind bitten wir: Steht auf für die Rechte und Wünsche der Kinder- und Jugendlichen! Helft uns den entstandenen Schaden zu tilgen und die Projekte wieder auszustatten und neue Brände zu verhindern.

 

 kio